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Willkommen auf der Website des Projekts d:v:lop – Digitale und virtuelle Lernkulturen in Organisationen des Produktionssektors!

Wir beschäftigen uns mit der wissenschaftlichen Untersuchung der effizienten Verbindung digitaler und auch analoger Medien in Lern-, Ausbildungs- und Qualifizierungssituationen im Produktionskontext. Aus dieser Untersuchung werden im Laufe der dreijährigen Laufzeit, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Handlungsempfehlungen für die Personal- und Organisationsentwicklung generiert.

Aktuelles

Startschuss für die Kompetenzentwicklung 4.0

 

Theorie trifft Praxis
Das Kick-Off Meeting des Projekt d:v:lop (Projektpartner auf diesem Bild: v.l. Hochschule Macromedia, ZLW, festo didactics, Daimler, IfU, Bosch, BDVT, Garlock, IHK Aachen)

Um mit den fortlaufenden technologischen Innovationen der Industrie 4.0 Schritt halten zu können, investieren produzierende Unternehmen seit Jahren zunehmend in die Mitarbeiterentwicklung. Digitale Kompetenzentwicklung heißt der Hoffnungsträger der Personalentwicklung der Zukunft. Nicht der Lehrer, das Medium oder etwa das Curriculum stehen im Mittelpunkt neuer Lernkulturen, sondern der Lerner selbst . Eine ganzheitliche strategische Neuausrichtung der Mitarbeiterentwicklung kann somit die Wettbewerbsfähigkeit im Kontext der Industrie 4.0 nachhaltig sichern.

 

Neue Ära arbeitsbezogener Kompetenzen

Durch die Kooperation des Instituts für Unternehmenskybernetik (IfU) mit dem Zentrum für Lern-und Wissensmanagement (ZLW) der RWTH Aachen University werden neue Vorgehensmodelle entwickelt, um dier digitalen Lernkultur und größere Medienkompetenz der Unternehmen Daimler, Garlock und 3win voranzutreiben. Am 29. Juni fand mit dem Kick-Off des BMBF geförderten Projektes  „Digitale und virtuelle Lernkulturen in Organisationen des Produktionssektors“ (d:v:lop) der Start in eine neue Ära der arbeitsbezogenen Kompetenzentwicklung durch den Aufbau neuer Lernkulturen statt. Ausgehend von einer konkreten Bedarfsanalyse bei den beteiligten Partnern wurden die ersten Komponenten einer modernen digitalen Lernkultur erhoben, um basierend auf unterschiedlichen Ziel-, Alters- und Berufsgruppen im Folgenden individuelle Lernumgebungskonzepte zu entwickeln, implementieren und evaluieren.

Durch die engagierte Mitarbeit der Projektpartner konnten erste individuelle Ausprägungen der unternehmenseigenen Lernkulturen identifiziert werden. Trotz der unterschiedlichen Ausgangslage der Erprobungspartner zeigte sich so beispielsweise, dass die aktuellen Handlungsfelder auf dem Weg zur Digitalisierung der Personalentwicklungsmodelle ähnliche Komponenten aufweisen. Um diese Komponenten näher zu untersuchen werden in den nächsten Monaten qualitativer sowie quantitativer Studien in den Unternehmen durchgeführt und die Zusammenhänge dieser näher analysiert um nachhaltig strategische Veränderungen in den Unternehmen zu bewirken.

 

Fortschritt durch Kontinuität

Um digitale Lernkulturen erfolgreich im Unternehmen zu implementieren ist die fortlaufende Weiterentwicklung bestehender Prozesse und Strukturen notwendig. Zentraler Bestandteil des Projektes ist dementsprechend die kontinuierliche Zusammenarbeit sowie der stetige Informationsaustausch mit den beteiligten Unternehmen. Die Dokumentation und Publikation der Ergebnisse in praxisorientierten Leitfäden sowie das im Laufe des Projektes entwickelte Selbstevaluationstool, gewährleisten mit Hilfe von Handlungsempfehlungen den branchenübergreifenden Transfer in weitere betriebliche Handlungsfelder.

Der Start in Richtung Kompetenzentwicklung 4.0 ist schon geglückt.

Motivation

Der demografische Wandel und die immer weiter fortschreitende Digitalisierung in Gesellschaft und Arbeitswelt erfordern eine Neugestaltung der beruflichen Bildung. Insbesondere produzierende Unternehmen stehen durch die technologischen Innovationen im Rahmen der Industrie 4.0 vor der Herausforderung, ihre MitarbeiterInnen optimal auf flexible, sich verändernde und oftmals digitalisierte Arbeitsumgebungen vorzubereiten. Durch die Schichtarbeit und moderne Arbeitsabsprachen wie Schichtdoodle sind geplante Schulungen und externe Fortbildungsmaßnamen im Rahmen der täglichen Arbeit oft nicht mehr realisierbar. Darum ist es von entscheidender Bedeutung, digitale Lehr- und Lernmaterialien in den Arbeitsalltag zu integrieren und eine entsprechende Medienkompetenz bei den MitarbeiterInnen zu etablieren. Medienbildung ist dementsprechend im technologischen Wandel ebenfalls ein essentieller Aspekt für die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens.

Vor allem ältere MitarbeiterInnen sind im Gegensatz zu jüngeren Beschäftigten durch selteneren privaten Gebrauch von Medien weniger vertraut mit digitalen Lehr- und Lernmitteln. Es mangelt oftmals an Akzeptanz und Motivation, diese zu nutzen und dadurch Arbeitsschritte digital zu verschriftlichen. Beispielsweise kann durch die Nutzung digitaler Medien die Maschinenbedienung simuliert werden. Ohne großen Aufwand kann die Simulation tagesaktuell angepasst werden und virtuelle Trainingsräume ohne großen Aufwand bereitgestellt werden.

Vorgehen

Durch die Verknüpfung von digitalen Medien, organisationskulturellen Items und Lerninhalten entstehen im Projekt d:v:lop geeignete Lehreinheiten, die den Transfer von Erfahrungswissen ermöglichen und Lernprozesse medial unterstützen. Neben dem Ziel, die Medienkompetenz im Unternehmen zu fördern, wird auch die Entwicklung einer gemeinsam getragenen digitalen Lernkultur adressiert. Paradigmatisch werden bei den Erprobungspartnern Medienwerkstätten, Mini-Lernspiele und Medien-Challenges implementiert, die verschiedene Qualifizierungsmaßnahmen für unterschiedliche Alters- und Berufsgruppen erproben. Die Dokumentation und Publikation der Ergebnisse in praxisorientierten Leitfäden und einem Selbstevaluationstool inklusive leicht und ressourcenschonend umzusetzenden Handlungsempfehlungen gewährleistet den branchen- und strukturübergreifenden Transfer und eine nachhaltige Wirkung der Projektergebnisse.

Ziele

Das Projekt d:v:lop strebt neben einer empirischen Erhebung der erforderlichen Faktoren von digitalen Lernkulturen die Entwicklung von medienkompetenzsteigernden Maßnahmen in Weiterbildungsbereichen von fachlichen, persönlichen und Führungskräftekompetenzen an. Diese ermöglichen es, digitale Medien effizient zu nutzen. Die Entstehung und darauf aufbauende Förderung neuer Lernkulturen integriert digitale Lernmedien als intuitive und selbstverständliche Formate und baut hierdurch Unsicherheit sowie Skepsis ab. Weiterhin entstehen durch die effiziente Verknüpfung bestehender digitaler Medien, organisationskultureller Items und Lerninhalte beispielsweise für den Betriebsmittelbau geeignete Lehreinheiten, die den Transfer von Erfahrungswissen älterer Mitarbeiter auf junge Nachwuchskräfte ermöglichen. Digitale Medien, methodisch eingebettet in die Organisationskultur der jeweiligen Abteilungen, bieten hier noch vielfach ungenutzte Möglichkeiten zum Transfer erfolgskritischen Wissens im demografischen Wandel. Folglich profitiert das Unternehmen durch die Chancen der digitalen Weiterbildungsangebote für Arbeitnehmer und Organisationen in Bezug auf individuelles wie lebenslanges Lernen, Agilität, Aktualität, Wissenstransfer, Barrierefreiheit und Kooperation.

Team

 

Das Institut für Unternehmenskybernetik e.V. (IfU) ist ein unabhängiges, privates und inter-disziplinäres Forschungs- und Entwicklungsinstitut, das sich mit dem Wechselspiel zwischen Mensch, Organisation und Technik beschäftigt. Die Schwerpunkte der Forschungsgruppe Wirtschafts- und Sozialkybernetik liegen in der Erfassung und Gestaltung von Organisations-kultur und in der Entwicklung von Geschäftsmodellen durch die Berücksichtigung wechsel-seitiger Interdependenzen. In den Themenfeldern Lernkulturen sowie virtuelle Teamarbeit verfügt das IfU bereits über vielfältige Forschungs- und Entwicklungserfahrungen. In den IGF-Vorhaben „Culture Based Change“ sowie „Qualitätskultur“ wurden konkrete organisationskulturelle Herausforderungen beforscht, KMU-taugliche Lösungen adressiert und ein Messinstrument entwickelt, das die Selbstevaluation von Unternehmenskulturen ermöglicht.

 

Das Zentrum für Lern- und Wissensmanagement (ZLW) ist eine zentrale wissenschaftliche Einrichtung der RWTH Aachen University. Es hat sich aus dem ehemaligen Hochschuldidaktischen Zentrum der RWTH gegründet. Zentrale Aufgabe des ZLWs ist die Erforschung, Entwicklung und Implementierung zukunftsweisender didaktischer Konzepte und Lösungen für Innovations-, Organisationsentwicklungs-, Lern- und Wissensprozesse in Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Das ZLW leitet zahlreiche lehr- und weiterbildungsorientierte Vorhaben und Einrichtungen: Es konzipiert und koordiniert die auf die berufliche Aus- und Weiter-bildung exzellenter Lehrkräfte ausgerichteten Qualifizierungsmaßnahmen der RWTH Aachen University im Rahmen des Center of Excellence in Academic Teaching. Ein Ziel des ZLWs ist es Verfahren für verbesserte Prozesse des Lern- und Wissensmanagements in Universitäten, Industrie und öffentlichen Institutionen zu entwickeln und praxisnah umzusetzen. Schwer-punkte bilden dabei stets die gleichzeitige Betrachtung von Entwicklungen auf den Ebenen Mensch, Organisation und Technik. Hierbei spielt die Mediendidaktik eine zentrale Rolle. Durch die Arbeit des ZLWs wird die mediendidaktische sowie medienpädagogische Expertise des Unternehmens Hochschule stetig ausgebaut. Dies fördert einerseits die Entwicklung neuer Medien die zum Bildungsprozess beitragen können, andererseits auch die Medienkompetenz von Lehrenden und Lernenden im Umgang mit Medien und den selbstständigen Weiterentwicklungen von Medien.

 

Erprobungspartner des Projekts 

 

 

 

 

 

 

 

Assoziierte Partner des Projekts

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dieses Projekt wird gefördert vom Bundesminsterium für Bildung und Forschung (BMBF)